
Ratgeber Lungenhochdruck
Informationen für Betroffene und Angehörige
In unserem Glossar bekommen Sie Fachbegriffe rund um das Thema Lungenhochdruck verständlich erklärt. Sie finden sowohl Informationen zu Untersuchungsmethoden als auch zu Vorgängen im Körper, die zu Lungenhochdruck führen können. Auch Folgeerkrankungen, die aus dem Lungenhochdruck resultieren können, werden hier erläutert.

Wissenswertes zu Lungenhochdruck
Glossar
Adenosin
blockiert die Ausschüttung der Neurotransmitter (z. B. Dopamin oder Noradrenalin), die eine belebende Wirkung haben; daraus resultiert eine Weitung der Blutgefäße, wodurch der Blutdruck sinkt
Cumarin
Substanz, die die Fähigkeit des Blutes zur Blutgerinnung herabsetzt
Doppler-Echokardiografie
Untersuchungsmethode, mit der sich u. a. der pulmonal-arterielle systolische Druck bestimmen lässt, außerdem können Masse und Funktion der Herzkammern und die Klappenfunktion beurteilt werden
Endothelin
ein Peptid (org. Verbindung bestehend aus Aminosäuren), das zu einer Verengung der Gefäße und damit zur Erhöhung des Blutdrucks führt
Hypoxie
bezeichnet einen Sauerstoffmangel im Gewebe; gekennzeichnet u. a. durch eine bläuliche Verfärbung der Haut
Rechtsherz-Insuffizienz
liegt vor, wenn die Pumpleistung der rechten Herzkammer reduziert ist
Rechtsherz-Katheteruntersuchung
Untersuchungsmethode, bei der ein Katheter über eine Vene zur rechten Herzkammer geführt wird
Synkope
spontan einsetzende, kurz andauernde Bewusstlosigkeit
Vasokonstriktion
Engstellung der Gefäße; meist hervorgerufen durch Hormone





In unserem Glossar bekommen Sie Fachbegriffe rund um das Thema Lungenhochdruck verständlich erklärt. Sie finden sowohl Informationen zu Untersuchungsmethoden als auch zu Vorgängen im Körper, die zu Lungenhochdruck führen können. Auch Folgeerkrankungen, die aus dem Lungenhochdruck resultieren können, werden hier erläutert.
Vor allem zu Beginn der Erkrankung kann es schwierig sein, Lungenhochdruck zu diagnostizieren. Die Symptome sind keine spezifischen Erkrankungssymptome, sondern können auch bei anderen Krankheiten auftreten. Besteht nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt und einer körperlichen Untersuchung der Verdacht auf Lungenhochdruck, werden weitere Untersuchungsverfahren zur genaueren Bestimmung der Erkrankung eingesetzt. Dazu gehören ein Elektrokardiogramm, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder eine Doppler-Echokardiografie. Erst wenn sich die Diagnose durch diese Verfahren bestätigt, kommt es zu einer Rechtsherz-Einschwemmkatheteruntersuchung, mit der eine Einteilung der Erkrankung in eine der vier festgelegten Schweregrade möglich ist.
Beim Lungenhochdruck kommt es zu einer Verdickung der Gefäßwände, was in der Folge zu einer Gefäßverengung führt. Aufgrund dessen wird es für die rechte Herzhälfte schwieriger, ausreichend Blut durch die Gefäße in den Lungenkreislauf zu befördern. Dadurch vergrößert sich der Herzmuskel und es kann durch die starke Belastung zu einer Rechtsherzinsuffizienz kommen. Nicht rechtzeitig erkannt kann Lungenhochdruck deshalb für Betroffene lebensbedrohlich werden. Bei der Entstehung können genetische Aspekte eine Rolle spielen. Auch Medikamente, Drogen oder eine Autoimmunerkrankung können Auslöser sein. Frauen erkranken häufiger an Lungenhochdruck als Männer, was den Verdacht auf einen geschlechtsspezifischen Zusammenhang nahelegt.